rollatorgarage selbst gebaut

Rollatorgarage selbst bauen: Schritt-für-Schritt-Anleitung für Anfänger

In unserer täglichen Praxis sehen wir es immer wieder: Viele Menschen möchten ihre Rollatorgarage selbst bauen. Der Wunsch dahinter ist meist ganz pragmatisch. Man will schnell eine Lösung, Kosten sparen oder etwas „Eigenes“ schaffen.

Typische Anwendungsfälle sind private Grundstücke, Einfamilienhäuser oder einfache Hausmeisterlösungen für kleinere Wohnanlagen. Im folgenden schauen wir uns den Prozess genauer an. 

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Sie brauchen eine Rollatorgarage, Kinderwagengarage oder Rollstuhlgarage temporär? Dann kann mieten eine hervorragende Option mit vielen Vorteilen sein. 

Wir übernehmen Lieferung, Auf- und Abbau, Wartung und Abholung vollständig. So bleiben Sie flexibel und können Ihren Bedarf jederzeit anpassen, ohne langfristige Risiken einzugehen.

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1. Für wen eignet sich der Selbstbau?

Aus unserer Erfahrung eignet sich der Selbstbau vor allem für Privatnutzer mit handwerklicher Grundausstattung und ausreichend Motivation und Zeit. Wer schon einmal ein Gartenhaus aufgebaut oder mit Holz gearbeitet hat, kommt meist gut zurecht.

Auch Hausmeister kleinerer Einrichtungen setzen gelegentlich auf DIY-Lösungen, etwa für einen einzelnen Stellplatz im Innenhof. Grenzen zeigt der Selbstbau jedoch schnell bei Wohnungseigentümergemeinschaften, Kommunen oder größeren Anlagen. Dort spielen Normen, Haftung und ein einheitliches Erscheinungsbild eine größere Rolle.

Je nach Nutzung gibt es klare Unterschiede:

  • Eine Rollatorgarage braucht weniger Platz, aber niedrige Einstiegshöhen.
  • Eine Kinderwagengarage benötigt mehr Rangierfläche.
  • Eine Fahrradgarage muss stabiler gegen Umkippen und Diebstahl sein.
  • Eine Rollstuhlgarage erfordert größere Türbreiten und höhere Tragfähigkeit.

2. Planung vor dem ersten Einkauf

Der häufigste Fehler, den wir sehen, passiert vor dem ersten Baumarktbesuch. Die Garage wird zu klein geplant.

Überlege dir genau, welche Größe du wirklich brauchst. Plane immer etwas Reserve ein, vor allem bei Kinderwagengarage oder Rollstuhlgarage. Der Stellplatz sollte gut zugänglich sein, idealerweise ebenerdig und ohne Stufen.

Witterung, Diebstahlschutz und Sichtbarkeit spielen ebenfalls eine Rolle. Eine Garage im Vorgarten braucht eine andere Konstruktion als eine geschützte Lösung im Hinterhof. Im privaten Umfeld sind Genehmigungen meist kein Thema, dennoch lohnt ein kurzer Blick in die lokale Bauordnung oder eine Rücksprache mit der Hausverwaltung.

3. Materialauswahl aus dem Baumarkt

Im Baumarkt stehen meist drei Materialien zur Auswahl: Holz, Metall und Kunststoff.

Holz ist leicht zu verarbeiten und optisch angenehm, benötigt aber regelmäßige Pflege. Metall ist langlebiger, erfordert jedoch saubere Verarbeitung und guten Korrosionsschutz. Kunststoff ist wartungsarm, aber oft weniger stabil.

Unzureichend bearbeitetes Holz kann schnell witterungsbedingt Schaden nehmen

Achte auf hochwertige Schrauben, Winkel und Beschläge. Gerade hier wird häufig gespart, was sich später rächt. Beim Dach haben sich Bitumenbahnen, Trapezblech oder Kunststoffplatten bewährt. Wichtig ist eine saubere Abdichtung.

Bei Fahrrad- und Rollstuhlgaragen sollte das Material insgesamt stabiler gewählt werden, da Gewicht und Belastung höher sind.


Die kleine Rollatorbox Marie mit 50x107x78 cm aus feuerverzinktem Stahl

rollatorgarage anna

Die mittelgroße Rollatorgarage Anna mit 79x109x100 cm aus feuerverzinktem Stahl


4. Werkzeugliste für Anfänger

Zur Grundausstattung gehören Akkuschrauber, Wasserwaage, Maßband, Säge und Bohrmaschine. Optional, aber sehr hilfreich, sind eine Kappsäge, ein Winkelschleifer und Schraubzwingen.

Typische Fehler entstehen durch falsches oder ungeeignetes Werkzeug. Schiefe Schnitte oder schlecht gesetzte Bohrungen führen später zu Undichtigkeiten oder instabilen Konstruktionen.

5. Das richtige Fundament für DIY-Lösungen

Ein solides Fundament ist auch beim Selbstbau wichtig. Ohne Fundament besteht das Risiko, dass sich die Garage verzieht, Türen klemmen, Diebe die Garage einfach anheben und dass Feuchtigkeit von unten einzieht.

Ein Punktfundament ist für Anfänger gut umsetzbar. Dabei werden mehrere Betonpunkte gesetzt, auf denen der Rahmen aufliegt. Alternativ eignen sich Gehwegplatten, Betonplatten, passende Metallplatten oder Pflaster.

Was wir aus der Praxis klar abraten: die Garage direkt auf Rasen oder gewachsenen Boden zu stellen. Das führt fast immer zu Problemen. Auch bitte darauf achten, dass die Garage ausreichend gesichert ist. Es ist schon vorgekommen, dass bei starken Stürmen die Garagen den Halt verlieren und zur echten Gefahr für Mitmenschen werden. 

6. Schritt-für-Schritt-Anleitung: Rollatorgarage bauen

Schritt 1: Untergrund vorbereiten
Fläche ebnen, Fundament setzen und aushärten lassen oder Bodenplatte verankern. 

Schritt 2: Grundrahmen erstellen
Rahmen exakt ausrichten und fest mit dem Fundament verbinden.

Schritt 3: Seitenwände montieren
Stabilität prüfen und auf rechtwinklige Montage achten.

Schritt 4: Dachkonstruktion und Abdichtung
Leichte Neigung einplanen, Dach sauber abdichten.

Schritt 5: Tür, Schließmechanismus, Feinjustierung
Tür leichtgängig einstellen und Diebstahlschutz (z.B. Vorhängeschloss) integrieren. Bitte auf Luftlöcher achten, um Schimmelbildung zu verhindern. 

7. Anpassungen für Kinderwagengarage, Fahrradgarage und Rollstuhlgarage

Bei größeren Nutzungen steigen die Anforderungen deutlich. Türbreiten müssen größer sein, Rangierflächen eingeplant werden und das Gewicht nimmt zu.

Gerade bei Fahrrad- und Rollstuhlgaragen ist Stabilität bei häufigem Gebrauch entscheidend. Aus unserer Erfahrung unterschätzen viele den Alltag. Eine Garage muss nicht nur stehen, sondern jeden Tag funktionieren.

8. Sicherheit, Haltbarkeit und Wartung

Achte auf ausreichende Verankerung gegen Windlast. Kontrolliere regelmäßig Schrauben, Scharniere und Dichtungen. Feuchtigkeit und Korrosion sind die größten Feinde von DIY-Lösungen.

Typische Schwachstellen sind Dächer, Türanschläge und Bodenanschlüsse.

9. Häufige Fehler beim Selbstbau

Zu klein geplant, falsches Material gewählt, unzureichend befestigt oder eine unpraktische Türlösung. Diese Punkte sehen wir in der Praxis am häufigsten. Viele dieser Fehler lassen sich mit guter Planung vermeiden.

10. Kostenübersicht: Was kostet eine selbstgebaute Rollatorgarage?

Reine Materialkosten liegen meist im geringeren dreistelligen Bereich. Hinzu kommen Werkzeug, Transport und vor allem Zeit. Rechnet man alles ehrlich zusammen, landet man typischerweise zwischen 200 und 400 Euro. Damit ist der Preisunterschied zu einer fertigen Lösung oft geringer als gedacht.

Gerade bei mehreren Stellplätzen oder dauerhafter Nutzung verweisen wir häufig auf unsere professionellen Garagenlösungen als langlebige Alternative.

11. Was ist noch wichtig?

Neben der reinen Konstruktion sollten Sie drei kritische Faktoren im Blick behalten: Sicherheit, Recht und Ergonomie.

Achten Sie beim Material unbedingt auf den Brandschutz; besonders in Wohnanlagen sind brennbare Holzbauten in Fluchtwegen oft untersagt. Prüfen Sie zudem Ihren Versicherungsschutz, da viele Hausratversicherungen bei Diebstahl aus DIY-Lösungen nur bei zertifizierten Sicherheitsbeschlägen haften.

Für den täglichen Gebrauch ist eine Barrierefreiheit entscheidend: Schon eine kleine Türschwelle kann für Rollatornutzer zum unüberwindbaren Hindernis werden. Denken Sie auch an den Bedienkomfort – schwere Deckel ohne Gasdruckdämpfer oder eine mangelhafte Querlüftung, die zu Schimmel und Hitzestau führt, mindern die Freude am Eigenbau schnell. Wer diese Details berücksichtigt, schafft eine Lösung, die nicht nur steht, sondern auch langfristig sicher funktioniert.

12. Fazit: Wann sich der Selbstbau lohnt – und wann nicht

Der Selbstbau lohnt sich bei einfachen, privaten Szenarien mit klaren Anforderungen. Wer handwerklich fit ist und Zeit mitbringt, kann eine funktionale Lösung schaffen.

Langfristige Risiken sind jedoch Wartung, Haltbarkeit und fehlende Anpassungsfähigkeit. Für Einsteiger gilt daher: ehrlich abwägen, ob DIY wirklich die beste Lösung ist oder ob eine professionelle Rollatorgarage, Kinderwagengarage, Fahrradgarage oder Rollstuhlgarage am Ende nicht die entspanntere Entscheidung ist.

Aus unserer Erfahrung zahlt sich diese Überlegung fast immer aus.

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